In einer zunehmend alternden Gesellschaft wird die Frage nach der Unterstützung und Integration älterer Menschen immer drängender. Traditionelle Familienstrukturen, in denen mehrere Generationen unter einem Dach lebten, sind seltener geworden. Dies führt oft dazu, dass Senioren im Alltag auf sich allein gestellt sind und soziale Isolation erfahren. Gleichzeitig sucht die jüngere Generation nach sinnstiftenden Aufgaben und Möglichkeiten, sich gesellschaftlich zu engagieren. An dieser Schnittstelle setzt das Start-up gemeinsam jung an, gegründet von den beiden Anfang 20-Jährigen Lene und Kai. Ihr Ziel: Generationen verbinden und praktische Unterstützung bieten.
Das Problem: Isolation und Unterstützungsbedarf im Alter
Mit dem demografischen Wandel steigt der Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft kontinuierlich an. Viele von ihnen leben allein, sei es durch den Verlust des Partners, die Entfernung zu ihren Kindern oder das Fehlen eines sozialen Netzwerks. Diese Isolation kann nicht nur zu Einsamkeit führen, sondern auch die Bewältigung alltäglicher Aufgaben erschweren. Einkaufen, Arztbesuche oder kulturelle Aktivitäten werden ohne Unterstützung zur Herausforderung. Gleichzeitig fehlt es oft an Angeboten, die Senioren und junge Menschen zusammenbringen, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Start-up gemeinsam jung verbindet Generationen
Vor diesem Hintergrund gründeten Lene und Kai das Start-up gemeinsam jung. Die beiden jungen Gründer erkannten den Bedarf an generationenübergreifender Unterstützung und entwickelten ein Konzept, das Senioren im Alltag hilft und gleichzeitig junge Menschen einbindet. Das Angebot reicht vom Einkaufen über Begleitungen zu Arztbesuchen bis hin zu gemeinsamen kulturellen Aktivitäten wie Museumsbesuchen. Durch diese persönlichen Kontakte entstehen Beziehungen, die über die reine Dienstleistung hinausgehen und beiden Seiten Mehrwert bieten.
Entstehung und Struktur vom Start-up gemeinsam jung
Lene und Kai lernten sich während ihres Studiums kennen und teilten die Vision, soziale Barrieren zwischen Jung und Alt abzubauen. Mit Anfang 20 wagten sie den Schritt in die Selbstständigkeit und gründeten das Start-up gemeinsam jung als gemeinnützige GmbH. Das Start-up beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter und arbeitet mit über 50 ehrenamtlichen Helfern zusammen. Seit der Gründung vor zwei Jahren hat sich das Unternehmen stetig vergrößert und plant nun, sein Angebot auch in anderen Städten, darunter Hamburg, auszuweiten.
Start-up gemeinsam jung: Wachstum und erste Erfolge
Die Resonanz auf das Start-up gemeinsam jung ist äußerst positiv. Viele Senioren berichten, dass sie durch das Programm nicht nur praktische Hilfe im Alltag erhalten, sondern auch neue soziale Kontakte knüpfen konnten. Junge Helfer wiederum schätzen die Möglichkeit, von den Erfahrungen der älteren Generation zu lernen und sich sozial zu engagieren.
Ein Beispiel für den Erfolg des Start-up gemeinsam jung ist Frau Meier, eine 82-jährige Rentnerin aus Berlin, die zuvor nur selten das Haus verlassen konnte. Seit sie mit „gemeinsam jung“ in Kontakt steht, wird sie regelmäßig von einer jungen Helferin zum Supermarkt begleitet und nimmt wieder aktiv am kulturellen Leben teil. Diese individuellen Erfolgsgeschichten zeigen, dass das Konzept funktioniert und echten gesellschaftlichen Mehrwert schafft.
Auch wirtschaftlich entwickelt sich das Start-up gemeinsam jung vielversprechend. Durch Spenden, Fördergelder und Kooperationen mit sozialen Einrichtungen konnte das Unternehmen wachsen und sich professionalisieren. Besonders wichtig sind langfristige Partnerschaften mit lokalen Organisationen, die die Verbreitung des Angebots erleichtern.
Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Trotz der positiven Entwicklung gibt es Herausforderungen. Die Finanzierung bleibt ein zentraler Punkt, da das Start-up auf Spenden und Zuschüsse angewiesen ist. Zudem muss die Organisation weiterhin genug Freiwillige finden, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
Für die Zukunft plant Start-up gemeinsam jung sein Netzwerk weiter auszubauen und neue digitale Angebote zu schaffen, um die Vermittlung zwischen Senioren und Helfern noch einfacher zu gestalten. Auch die Expansion in weitere Städte steht auf der Agenda. Ziel ist es, langfristig eine bundesweite Plattform für generationenübergreifende Unterstützung zu etablieren.
Das Start-up gemeinsam jung zeigt, wie innovative Start-ups gesellschaftliche Herausforderungen angehen können. Durch die Verbindung von Jung und Alt schafft das Unternehmen nicht nur praktische Hilfe im Alltag, sondern fördert auch das gegenseitige Verständnis zwischen den Generationen. Die bisherigen Erfolge lassen darauf hoffen, dass das Projekt weiter wächst und auch in Zukunft einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leistet.
Quellen
- Start-up gemeinsam jung (2025) Offizielle Website. Verfügbar unter: https://www.gemeinsamjung.de (Abgerufen: 19. März 2025).
- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2025) „Demografischer Wandel in Deutschland“. Verfügbar unter: https://www.bmfsfj.de (Abgerufen: 19. März 2025).
- Statistisches Bundesamt (2025) „Bevölkerungsentwicklung und Alterung“. Verfügbar unter: https://www.destatis.de (Abgerufen: 19. März 2025).
- Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (2025) „Fördermöglichkeiten für soziale Start-ups“. Verfügbar unter: https://www.deutsche-stiftung-engagement.de (Abgerufen: 19. März 2025).
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