Wasser ist ein unverzichtbares Grundbedürfnis des Menschen. Doch weltweit haben mehr als 700 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Regionen, die von Krisen, Kriegen oder Naturkatastrophen betroffen sind, verschärft sich diese Problematik. Der Zugang zu Wasser, Sanitäreinrichtungen und Hygiene (WASH) ist für viele Menschen, die in Krisengebieten leben, keine Selbstverständlichkeit. Hier setzt arche noVa an, eine Organisation, die sich weltweit für das Menschenrecht auf Wasser starkmacht und in besonders betroffenen Gebieten eine lebenswichtige Hilfe leistet.
Das drängende Problem: Wassermangel als globale Krise
Wasserknappheit betrifft nicht nur trockene Regionen, sondern auch viele Krisen- und Konfliktgebiete weltweit. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist kein Luxus, sondern eine fundamentale Voraussetzung für Gesundheit, Hygiene und ein menschenwürdiges Leben. Doch für Millionen von Menschen ist dieser Zugang weiterhin eine unüberwindbare Hürde.
In vielen Ländern, die von politischen Instabilitäten oder Naturkatastrophen betroffen sind, wird die Wasserinfrastruktur zerstört oder ist einfach nicht vorhanden. Dies führt zu verheerenden Folgen: Krankheiten wie Cholera oder Typhus verbreiten sich durch verunreinigtes Wasser, die Bevölkerung leidet unter unzureichender Hygiene, und Frauen und Kinder müssen oft tagelang auf gefährliche und weite Wege gehen, nur um an Wasser zu kommen.
Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF haben über 2,2 Milliarden Menschen weltweit keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser, und fast 4,2 Milliarden Menschen haben keine sichere sanitäre Versorgung (WHO/UNICEF, 2021). Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit des Problems und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung, die den Zugang zu Wasser als Menschenrecht fördert.
Arche noVa: Eine Antwort auf die Krise
Die Organisation arche noVa e.V. wurde 1992 gegründet, um in Krisen- und Entwicklungsländern humanitäre Hilfe zu leisten. Mit einem klaren Fokus auf Wasser, Sanitäreinrichtungen und Hygiene (WASH) kämpft arche noVa für den Zugang zu sauberem Wasser, wo dieser am dringendsten benötigt wird. Die Organisation setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Gemeinden, um nachhaltige Lösungen zu schaffen und den Menschen vor Ort zu helfen, sich selbst zu versorgen.
Arche noVa ist als eingetragener Verein organisiert, was ihr ermöglicht, als gemeinnützige Organisation unabhängig und flexibel in den betroffenen Regionen zu agieren. Die Gründer der Organisation, vor allem aus den Bereichen Wasser- und Umwelttechnik sowie humanitäre Hilfe, haben ihre Expertise gebündelt, um eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen der betroffenen Bevölkerung zu erreichen. Der Verein hat heute rund 60 Mitarbeitende, die weltweit in verschiedenen Projekten tätig sind. Arche noVa setzt dabei sowohl auf kurzfristige Notfallhilfe als auch auf langfristige Projekte zur Wasserversorgung und Hygiene.
Erfolgreiche Projekte weltweit
Arche noVa hat sich in vielen Krisengebieten als eine der wichtigsten Hilfsorganisationen etabliert. Ein Beispiel für die erfolgreiche Arbeit ist das Engagement der Organisation in Syrien. Im Jahr 2011 begann der Bürgerkrieg, der nicht nur das Land, sondern auch die Infrastruktur zerstörte. Besonders betroffen war die Wasserversorgung der Bevölkerung. In der Nähe von Aleppo hat arche noVa die Reparatur von Wasserpumpen und -leitungen unterstützt und mobile Wassertanks zur Verfügung gestellt, um die Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen.
Ein weiteres Erfolgsprojekt fand im Südsudan statt, wo arche noVa seit 2013 tätig ist. In diesem von Konflikten geprägten Land kämpft die Organisation nicht nur für den Zugang zu Wasser, sondern auch für die Verbesserung der sanitären Einrichtungen und der Hygiene. Hier wurden gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Brunnen gebaut und Wasserversorgungssysteme wiederhergestellt. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel aus dem Südsudan ist die Errichtung von Wasseraufbereitungsanlagen in ländlichen Gebieten, die es den dort lebenden Menschen ermöglichen, sauberes Trinkwasser zu gewinnen und somit Krankheiten wie Cholera und Durchfallerkrankungen zu verhindern.
Auch in vielen afrikanischen Ländern, darunter Äthiopien und der Tschad, hat arche noVa Projekte zur Verbesserung der Wasserversorgung realisiert. Besonders hervorzuheben ist dabei das Projekt in Äthiopien, bei dem 50.000 Menschen in abgelegenen Regionen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhielten. Dies wurde durch den Bau von Brunnen und die Installation von Wasseraufbereitungsanlagen in Dörfern erreicht.
Diese Projekte sind nur einige Beispiele für die Arbeit von arche noVa, die auf nachhaltige Lösungen setzt. Die Organisation arbeitet nicht nur in Krisengebieten, sondern auch in Ländern mit chronischen Wasserproblemen, um langfristige Verbesserungen zu erzielen.
Die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung
Ein zentrales Anliegen von arche noVa ist es, den betroffenen Menschen langfristig zu helfen. Dabei geht es nicht nur um die Bereitstellung von Trinkwasser, sondern auch um die Schaffung nachhaltiger Infrastrukturen, die den Menschen vor Ort die Möglichkeit geben, sich selbst zu versorgen. Nachhaltigkeit ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Projekte.
Arche noVa setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinschaften, um sicherzustellen, dass sie die nötigen Fähigkeiten erlernen, um die Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen selbst zu unterhalten. Dies geschieht beispielsweise durch Schulungen in der Wartung von Brunnen und Wasseraufbereitungsanlagen oder durch die Förderung von Kleinprojekten zur Verbesserung der hygienischen Bedingungen.
Ein weiteres Beispiel für nachhaltige Entwicklung ist das Projekt in Äthiopien, bei dem arche noVa nicht nur Brunnen gebaut hat, sondern auch die örtliche Bevölkerung darin geschult hat, Wasseraufbereitungsanlagen selbst zu betreiben. Dadurch wird die Abhängigkeit von externer Hilfe verringert und die Selbstversorgung der Gemeinschaft gestärkt.
Fazit: Der nachhaltige Einfluss von arche noVa
Arche noVa hat durch seine Projekte und Initiativen in vielen Krisenregionen einen nachhaltigen Einfluss auf die Lebensqualität der Menschen ausgeübt. Der Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen ist nicht nur eine Frage der Gesundheit, sondern auch ein grundlegendes Menschenrecht, das allen zugänglich sein muss. Durch die Arbeit von arche noVa wird nicht nur das Überleben der betroffenen Bevölkerung sichergestellt, sondern auch eine langfristige Perspektive für ihre Zukunft geschaffen.
In einer Welt, in der Wasserknappheit und die Zerstörung von Infrastruktur durch Krisen weiterhin große Herausforderungen darstellen, bleibt arche noVa eine unverzichtbare Organisation, die in ihren Projekten konkrete und nachhaltige Lösungen für den Zugang zu Wasser bietet. Die Organisation zeigt, dass es möglich ist, mit gut durchdachten und langfristigen Hilfsmaßnahmen die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen zu verbessern und ihnen ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu ermöglichen.
Quellenangaben
- WHO/UNICEF (2021) ‚Progress on household drinking water, sanitation and hygiene 2000-2020: Five years into the SDG decade of action‘. [online] Available at: https://www.who.int/publications/i/item/9789240067012
- arche noVa e.V. (2021) ‚Über uns‘. [online] Available at: https://www.arche-nova.org
- WHO (2020) ‚Water, sanitation and hygiene in health care facilities‘. [online] Available at: https://www.who.int/water_sanitation_health/facilities/en/
- GIZ (2021) ‚Water for all: How arche noVa works in Africa‘. [online] Available at: https://www.giz.de/en/worldwide/92557.html
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